13.01.2010

Forschungsprojekt KOMPLETT erfolgreich abgeschlossen

Zur Abschlusstagung des Komplett-Projektes mit Vorträgen, Ausstellung und Posterpräsentationen kamen am 01.12.2009 ca. 100 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verbänden. Flankiert durch Übersichtsvorträge von Prof. Dieter Fuhrmann vom Projektträger des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Prof. Dr.-Ing. Heidrun Steinmetz vom ISWA der Universität Stuttgart und Stefan Girod von German Water Partnership (GWP) präsentierten alle Projektpartner ihre technologischen Entwicklungen sowie Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus dem Betrieb der KOMPLETT-Systemtechnologie zum Recycling von Wasser. EnviroChemie, Villeroy & Boch, die Universitäten Kaiserslautern und Bonn sowie ap-system engineering entwickelten diese Technologie während des 3-jährigen vom BMBF geförderten Forschungsprojektes mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 8 Mio. € (www.komplett-projekt.de).

Wasser in verschiedenen Qualitäten wieder nutzbar machen – das war das Ziel des KOMPLETT Projektes. Mit der entwickelten Systemtechnologie wurde dies nun auch für Gebäudekomplexe wie z.B. Bürohäuser, Hotelanlagen, Freizeit- und Shoppingcenter oder Industrieparks realisiert. Die modular aufgebaute KOMPLETT-Anlage ermöglicht die bedarfsgerechte Bereitstellung von Nutz- und Brauchwasser in der notwendigen Qualität. Wasser aus einem Institutsgebäude des Fraunhofer Instituts UMSICHT und Küchenabwasser aus dem CENTRO in Oberhausen wurden für knapp ein Jahr aufbereitet und recycelt. Bei der höchsten Wasserqualität wurden die strengen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten.

Im Anschluss an die Vorträge und in den Pausen wurden rege Diskussionen geführt, die sich maßgeblich mit den Vor- und Nachteilen von dezentralen und zentralen Wasserver- und -entsorgungsstrukturen befassten. Ein Haupthema war die Anlagensicherheit und die hygienische Unbedenklichkeit des gereinigten Wassers bei hochwertigen Wiederverwendungsoptionen. Bei knapper werdenden Wasserressourcen steigert die individuelle Anpassungsfähigkeit des modular aufgebauten KOMPLETT-Systems die Flexibilität bei der Planung von Gebäudekomplexen, Kleinsiedlungen und Industrieparks. Dezentrale Systeme werden für viele trockene und schwer zugängliche Gebiete der Welt eine bevorzugte Alternative zur zentralen Wasserver- und Entsorgung werden.

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